E-Recruiting im öffentlichen Dienst

Der öffentliche Dienst hingt der Privatwirtschaft bei der Optimierung der eigenen Geschäftsprozesse nicht selten hinterher. Dabei müssen Ämter und Gemeinden sich in Zukunft immer mehr bemühen geeignete Bewerber für die ausgeschriebenen Stellenangebote zu finden. Es gibt dafür zahlreiche Gründe. Die Fachkräfte sind in einer gesunden Wirtschaft, wie der heutigen, auf dem Arbeitsmarkt sehr rar. Der viel beschriebene “War for Talents” wird in Zukunft härter. Dafür gibt es zahlreiche Anzeichen. Die junge facebook-Generation tickt anders und muss auf anderen Wegen angesprochen werden. Die neue Generation nimmt Arbeitgeber aus der Privatwirtschaft häufig viel mehr wahr, da sie wissen, wie sie sich ihnen präsentieren müssen. Die Recruiting-Prozesse müssen somit im öffentlichen Dienst häufig modernisiert werden. Das richtige Employer Branding ein Talent Pool und schnellere Rekritierungsprozesse durch verbesserte Kommunikationswerkzeuge sind heute für den öffentlichen Sektor ein muss.

In vielen Behörden noch Handlungsbedarf

Einige Städte und Gemeinden setzen bereits seit einigen Jahren moderne Recruiting Werkzeuge erfolgreich ein. Sie sind aber immer noch die Ausnahme. Laut einer aktuellen Umfrage der Stellenbörse stepstone erhalten 80 % der Bewerber von den potenziellen Arbeitgebern keine Eingangsbestätigung für die Bewerbung, die sie eigentliche erwarten würden. Das sorgt für viel Unmut bei den Bewerbern. Nicht nur dass sich nur noch jeder zehnte beim gleichen Unternehmen bewerben würde. Viele der Bewerber teilen ihre Erfahrungen im Freundeskreis weiter, was durch soziale Netzwerke schnell zu einem Schneeballeffekt führen kann. Dabei ist eine Eingangsbestätigung technisch gesehen eine sehr einfache Angelegenheit, die jede E-Recruiting Software von Haus aus mitliefert. Weiterhin erwarten die Bewerber in unserer schnelllebigen Zeit ein zeitnahes Feedback zu den Unterlagen. Meldet sich das Unternehemen oder die Behörde nicht zwei Wochen nach dem Bewerbungseigang hacken viele Bewerber telefonisch oder schriftlich nochmal nach. Das sorgt häufig für höhere Prozesskosten, die vor allem bei einer Vielzahl an Bewerbungen nicht zu unterschätzen sind. Eine moderne E-Recruiting Software kann im Unternehmen die Entscheidungswege wesentlich verkürzen und den Bewerber durch eine schnelle Rückmeldung zufriedener machen. Auch wenn es für das ausgeschriebene Stellenangebot nicht ganz gereicht hat.

 

Der Weg von postalischer zur elektronischen Kommunikation

Im öffentlichen Dienst arbeitet man nicht selten vor allen Dingen noch mit postalischen Bewerbungen. In der Privatwirtschaft sind postalische Bewerbungen wegen der hohen Prozesskosten nur noch selten zu finden. Nicht nur der kostenintensive Kommunikationsweg ist ein Grund für den Umschwung der Privatwirtschaft auf elektronische Kommunikation. Die kurzen Kommunikationswege sind ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, um vor allem für die umkämpften Bewerber attraktiv zu sein. Von der zusätzlichen Datenerfassung und der Druckkosten garnicht zu sprechen. Die Einführung einer E-Recruiting Software muss nicht teuer bzw. mit hohen Installationskosten verbunden sein. Einige E-Recruiting Lösungen werden in der Cloud angeboten, sodass Installationskosten völlig wegfallen.