Haben Menschen mit einem hohen IQ mehr Probleme?

In einem Interview mit der Mensa Vize-Vorsitzenden Isabella Holz, welcher von der Morgenpost vor kurzem veröffentlicht wurde, wird über die Früherkennung von einem hohen IQ gesprochen. Darin heißt es viele sind sich in Deutschland nicht sicher, ob ein hoher IQ positiv oder negativ für sie ist.

Im Kindesalter haben Menschen mit einem hohen IQ oft Probleme in der Schule, weil sie sich im Unterricht langweilen und versuchen ihre Konzentration auf andere Dinge zu lenken als den Unterrichtsstoff. Viele wissen oft gar nicht, dass sie hochintelligent sind. Die Eltern bemerken es häufig nicht, genauso wenig wie die Lehrer, die dafür speziell ausgebildet werden müssen. Für eine frühzeitige Aufklärung kann ein IQ Test sorgen, welcher oftmals online durchgeführt werden kann. Allen Eltern ist zu raten ihre Kinder den Test einmal machen zu lassen, um mehr Sicherheit zu gewinnen. Denn hochintelligente Kinder brauchen eine besondere Behandlung. Oftmals ist es ratsam sie auf eine spezielle Schule für Hochbegabte zu schicken.

Auf diesen Schulen kann besser auf die Begabung der Kinder eingegangen werden, bevor sie als sich langweilender Klassenclown die Schule verlassen müssen. Oder der Schüler wird von allen als Nerd abgestempelt und wird möglicher weise gemobbt.

Wieso ist man sich in Deutschland eigentlich so unsicher, dass Hochintelligenz etwas Gutes ist? Ich glaube es liegt entweder daran, dass sich viele davor fürchten weniger intelligent zu sein als die Hochbegabten. Sie fürchten sich deshalb davor, weil sie möglichweise dadurch einen schlechteren Standpunkt auf dem Arbeitsmarkt haben. In vielen Unternehmen gehören Eignungstests für die Zulassung zu einer vom Arbeitgeber finanzierten Ausbildung bereits fest in das Programm. Bei diesen Tests schneiden die weniger intelligenten Testpersonen selbstverständlich schlechter ab und haben somit weniger Chancen zu der gewünschten Ausbildung zugelassen zu werden. Da solche Eignungstests immer beliebter werden und sich sogar Dienstleister speziell für diesen Bereich etabliert haben, wird Intelligenz im Berufsleben somit immer mehr gefördert. Da wir uns aktuell von einer Industriegesellschaft zu einer Wissensgesellschaft wandeln ist es natürlich ein folgerichtiger Prozess.

Somit sollte eine hohe Intelligenz für Schüler oder ältere kein Problem sein. Sie können gerne diese sogar (wie eine Art Auszeichung) in ihren Lebenslauf aufnehmen, um dem Arbeitgeber zu signalisieren, dass er sich hier ein potenzielles Talent einkauft. So ist es in USA beispielsweise üblich und so sollte es auch in Deutschland sein. Sorgen über negative Folgen sollte man dabei nicht haben.

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