Initiativbewerbungen als Beispiel für Jobanfragen von morgen

Nach wie vor sind Initiativbewerbungen nicht nur bei den Auszubildenden und Praktikanten der Renner. Wie das Wort schon sagt, geht der Bewerber mit einer Initiativbewerbung in die Offensive und bietet seine Arbeitskraft dem Arbeitgeber ohne den Bezug auf eine bestimmte Stellenausschreibung an. Ich habe die Suchanfragen bei Google nach Initiativbewerbung untersucht. Wie ich schon erwartet habe, ist diese in den letzten Jahren stark gestiegen. Zwischen 2008 und 2012 haben sich die Anfragen nach Initiativbewerbungen sogar verdoppelt. Doch was macht die Initiativbewerbung in Deutschland so erfolgreich?

Unsere Welt wird immer schnelllebiger

Das Internet und die neuen Kommunikationsmöglichkeiten bringen es mit sich, dass nicht nur im Privatleben, sondern auch im Beruf die Uhren schneller ticken. Am Beispiel der branchenweit erfolgreichen Initiativbewerbungen sehen wir, dass die Schnelllebigkeit und der höhere Informationsgehalt der Internetauftritte von Unternehmen einen entscheidenden Trend mit sich bringen: Im Personalbereich erwarten die Arbeitgeber immer mehr einen stets informierten Bewerber, der von sich aus den Bedarf im Unternehmen erkennt und seine Chance im richtigen Moment ergreift.

Ein Ausschreibungsverfahren ist heutzutage sehr aufwändig

In der Branche der Medien, aus der ich komme, werden Stellenausschreibungen oftmals nicht mehr geschrieben. Viel mehr verbreitet sich die Nachricht über einen neuen Bedarf unter den Kollegen ziemlich schnell, die diese sehr schnell über Social Networking nach außen tragen. Das ist nicht nur viel kostengünstiger als eine Stellenausschreibung, es ist auch deutlich effizienter. Die Bewerberqualität über den Bekanntenkreis ist häufig deutlich besser. Ich bin sehr stark der Meinung, dass Social Network Portale die Initiativbewerbung begünstigen.

Mit einer Initiativbewerbung keine Absagen mehr

Heute landet die Initiativbewerbung nicht mehr nach einer Absage im Papierkorb, sondern im Bewerberpool. Alle modernen Unternehmen setzen mittlerweile Recruiting Software ein, wodurch es einfacher wird, einen Bewerber auf Warteliste zu setzen. Die Initiativbewerbungen eignen sich dafür hervorragend. Ist eine Stelle frei geworden oder wird diese neu ausgeschrieben, so greift man häufig zuerst auf den Bewerberpool zu. Somit werden die Initiativbewerber zur ersten Wahl bei der Stellenbesetzung. Wer schneller ist, macht das Rennen. Gerade in Zeiten der Arbeitslosigkeit ist Schnelligkeit oftmals das entscheidende Kriterium, um sich gegen viele andere Bewerber durchzusetzen. (Vergleiche dazu Wikipedia Artikel zur Initiativbewerbung)

Falls ihr gerade nach Beispielen oder Mustern für eine konkrete Initiativbewerbung gesucht habt, so seid ihr auf dieser falsch. Weitere detaillierte Informationen und hilfreiche Tipps zu diesem Thema findet ihr auf initiativbewerbungmuster.net .

4 Antworten auf „Initiativbewerbungen als Beispiel für Jobanfragen von morgen“

  1. Hallo Waldemar,

    das mag ja vielleicht bei größeren Unternehmen der Fall sein. Ich kenn aber noch genügend Kleinere, bei denen eine Initiativbewerbung realtiv schnell in die Ablage wandert. Auch in der Firma, wo ich arbeite werden diese nur selten wieder herausgeholt. Meistens wird eine neue Stellenausschreibung getätigt.

    1. Stimmt. Kleine Unternehmen gehen noch anders an die Sache heran. Aber das könnte sich im Laufe der Zeit ändern, sobald eRecruiting Software für kleinere Unternehmen bezahlbar wird, beispielsweise als Cloud Service…

  2. Hallo,
    In der Aktuellen Zeit suchen sich Arbeitgeber ihre neuen Mitarbeiter doch schon bei XING oder ähnliche Plattformen ohne das sie sich bei der Firma beworben haben. Habe dort schon einige Jobangebote auf Grund meines Portfolios bekommen. Natürlich trifft sowas auf den Bäcker von der Straßenecke nicht zu.

    1. Hallo Emil,

      das stimmt. Social Media ist im E-Recruiting ein riesen Trend. Das geht aber häufig auch umgekehrt, dass Bewerber die Unternehmen bzw. bestimmte Personen in sozialen Netzwerken ansprechen. Das ist auch eine Art von Initiativbewerbung. Nur ohne die Formalitäten.

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